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Wiederholungen, das ist das Standbein eines jeden computerbasierten Geräts. Nie ermüdend, wird gerechnet bis der Nutzer es stoppt.

Der Betrachter sieht hier nicht nur eine groß-formatige Fotografie, er sieht vor allem die Fantasie einer KI; sozusagen die Fähigkeit zur Kreativität, die uns ja vermeintlich vorbehalten sein sollte gegenüber einem maschinellen Wesen.

Diese Arbeit begann als 1 x 1 pixel, die kleinstmögliche fotografische Darstellung eines Bildes, mit den bloßen Augen nicht auszumachen.

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In einer Mantra-artigen Wiederholungsorgie, gab ich diesen schwarzen Pixel einer KI. Diese KI, eigentlich dafür gedacht Fotografien nachträglich Schärfe zu verleihen, zweckentfremdete ich: Ich bemerkte, dass der Prozess des Schärfens durch ein schrittweises Erhöhen der Anzahl der vorhandenen Bildpixel. Dabei füllen Generatoren, durch Machine Learning trainiert, die neuentstanden Pixel mit für sie korrekten Annahmen über den Bildinhalt.

Aus 1 x 1 px wurden 2 x 2 px, dann 4 x 4 px und schlussendlich 16384 x 16384 px. Hinzu kommt, dass mit jeder Verdoppelung, sich eben auch die Rechenzeit verdoppelt, was dazu führte das der letzte Schritt fast einen halben Tag dauerte.

Durch seine Arbeit steht der Betrachter nicht mehr vor einem vollendenten Bild , sondern begibt sich in einen Raum in dem aus einer Leere etwas Neues ensteht.